Google-KI macht SCP-Horrorfiguren zu Suchfakten
TL;DR
Futurism berichtet, dass Google AI Overviews SCP-Einträge wie SCP-565 als reale Anomalien beschreibt, statt sie klar als Horror-Fanfiction der SCP Foundation einzuordnen. Bei SCP-426 übernahm die Übersicht sogar den Ich-Erzähl-Trick der fiktiven Toaster-Geschichte und stellte erfundene Opferberichte wie echte Ereignisse dar. Futurism fand nach eigenen Angaben mindestens 20 Fälle, darunter SCP-922, SCP-704 und SCP-779. Google hatte auf Anfrage zunächst nicht reagiert.
Nauti's Take
Das ist genau die Art Fehler, die bei AI-Suche besonders gefährlich ist: nicht komplett wirr, sondern sauber formuliert und dadurch glaubwürdig. SCP-Texte sind als Fake-Akten geschrieben, also perfekt dafür geeignet, ein Modell ohne belastbaren Fiktionsfilter zu täuschen.
Google muss bei solchen Universen nicht poetischer zusammenfassen, sondern härter markieren: erfunden, Lore, Fanfiction. Alles andere ist Suchmaschinen-Theater mit Amtsstimme.
Einordnunganzeigen
Das Problem ist größer als ein lustiger Suchfehler. Google nutzt AI Overviews als Antwortmaschine für Menschen, die gerade Orientierung suchen, darunter Kinder oder Nutzer, die Social-Media-Lore nicht einordnen können. Wenn die Suche Fiktion im Ton amtlicher Fakten ausgibt, wird Quellenkompetenz nicht unterstützt, sondern ersetzt.