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Pinterest entlässt zwei Ingenieure für Software zur Identifizierung von entlassenen Arbeitern

TL;DR

Pinterest hat zwei Entwickler entlassen, die ein Tool programmierten, um herauszufinden, welche Kolleg:innen bei der jüngsten Kündigungswelle betroffen waren. Das Unternehmen strich 15% der Belegschaft im Rahmen einer von CEO Bill Ready ausgerufenen „AI-forward"-Strategie. Die beiden Ingenieure hatten die Ergebnisse ihres Identifikations-Tools intern geteilt – ein Verstoß gegen Unternehmensrichtlinien.

Nauti's Take

Pinterest hat sich gerade selbst das Armutszeugnis ausgestellt. Statt klar zu kommunizieren, wer gehen muss, lässt man die Leute im Dunkeln tappen – bis zwei Entwickler aus Solidarität ein Tool bauen, das Licht ins Dunkel bringt.

Die Antwort? Rausschmiss.

Das Signal ist klar: Wir wollen keine Transparenz, wir wollen Kontrolle. Und ,AI-forward' ist nur die neueste Ausrede, um Menschen durch Algorithmen zu ersetzen und den Shareholder Value zu polieren.

Klassisches Silicon-Valley-Theater.

Einordnunganzeigen

Die Episode zeigt, wie Transparenzversuche von unten in Tech-Firmen bestraft werden – selbst wenn Betroffene nur die Informationslücke füllen, die das Management bewusst lässt. Gleichzeitig entlarvt sie die ,AI-forward'-Rhetorik als Euphemismus für Stellenabbau: KI dient hier nicht der Innovation, sondern als Begründung, Menschen loszuwerden.

Quellen