596 / 2685

KI verschönert Wohnungsanzeigen und macht die Wohnungssuche zur Vertrauensfrage

TL;DR

The Verge beschreibt, wie AI-gestagte Wohnungsfotos Mietende in New York in Besichtigungen locken: Joyce fand online ein helles Manhattan-Studio mit Kamin, vor Ort war die Wohnung kleiner, anders ausgestattet und ohne Kamin. Makler nutzen virtuelle Staging-Tools wie Stuccco, BoxBrownie oder ChatGPT, um Räume moderner, größer oder besser möblierbar wirken zu lassen. Seriös kann das helfen, Potenzial zu zeigen; unseriös wird daraus visuelle Täuschung.

Nauti's Take

Das ist kein harmloser Photoshop-Fall. Bei Immobilien entscheidet ein Bild darüber, ob Menschen ihren Arbeitstag umplanen, Unterlagen vorbereiten und unter Druck Zusagen treffen.

Wenn AI eine Wohnung größer, heller oder hochwertiger wirken lässt, muss das direkt am Listing stehen. Alles andere ist nicht Innovation, sondern die Automatisierung einer ohnehin schmutzigen Maklergewohnheit.

Einordnunganzeigen

Wohnungssuche ist ohnehin ein Markt mit schlechter Informationslage: Makler haben Bilder, Zeitdruck und Knappheit auf ihrer Seite, Mietende zahlen mit Zeit, Stress und teils Geld. Generative AI senkt nun die Kosten für Täuschung so stark, dass aus Beschönigung ein skalierbares Problem wird. Das trifft besonders Menschen, die nicht jede Wohnung mehrfach prüfen können.

Quellen